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Das Ganze fing an vor 104 Jahren, als eine Handvoll junger selbstbewußter Damen aus München sich entschloss, sich das Schwimmen nicht mehr verbieten zu lassen. Dies war seinerzeit nicht unproblematisch, da die Gesellschaft den Frauen derartige Freiheiten nicht zugestand.

In der Tat mussten die Frauen um die Jahrhundertwende lange gegen die Meinung kämpfen, dass Frauen hinter den Kochtopf gehören, Strickstrumpf und Kindererziehung als alleiniger Lebensinhalt genüge, - Sport sei nur Männersache! - Doch 16 Frauen entledigten sich, symbolisch, des Korsettzwanges ihrer Gesellschaft. Sie wollten ihre Freizeit nutzen für körperliche Ertüchtigung. Den Frauen war es allerdings untersagt sich in der Öffentlichkeit mit entblößten Beinen zu zeigen. Daher bestand die einzige Möglichkeit diesen Sport auszuüben darin, einen Verein zu gründen und so, mit dem Ausschluss der Männerwelt, den gesellschaftlichen Konventionen zu genügen. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Männer bis dahin dem Schwimmen bereits nachgingen musste allerdings von den Frauen erst hart erkämpft werden und der Weg dahin war nicht einfach, denn, wie gesagt, um die Jahrhundertwende fand der Frauensport in der Öffentlichkeit absolute Ablehnung.

So verhandelten die Frauen mit der Stadt für ihre Bäderzeiten. Ebenso musste das Finanzielle geregelt werden. Sicherlich waren auch in der Familie diese vereinsvorbereitenden Tätigkeiten an bestimmte Bedingungen geknüpft. Das Engagement der Frau sicher nur mit Zustimmung des Mannes möglich. Diese wurde vermutlich nur gegeben, wenn keinerlei Einbußen oder Abstriche im Häuslichen zu befürchten waren.

Dafür bot der Verein den Damen, außer dem Sport, auch noch weitere Vorteile, so z.B. die Möglichkeit der sozialen Kontakte. Und bei den Treffen unter Frauen waren sicher nicht nur Themen wie Familie, Mode und Kinder angesagt. Diese konnten dann allerdings unter ganz anderen Gesichtspunkten, eben "unter Frauen" besprochen werden.

Als die erste Hürde genommen war und eine erste "öffentliche" Aufführung mit geladenem Publikum bevorstand, zeigten die Frauen, was in ihnen steckt. Auch hier mussten sie ihr sportliches Können gesellschaftlich relevant verpacken. Sie brauchten eine Schwimmbekleidung, die es zuließ sich öffentlich zu zeigen. Ihre modischen Fähigkeiten stellten sie unter Beweis und kreierten einen schwimmtauglichen und zugleich ansehnlichen, die Knie bedeckenden Schwimmanzug mit passendem Häubchen (war wohl modischer Geschmack?).

Diesen Pionierinnen und ihrem gemeninsamen Engagement verdanken wir, dass unser Verein besteht. Sie haben den Verein, im Sinne des Wortes mit vereinten Kräften aufgebaut. Sie zeigen, dass Zusammenhalt (unter den Frauen), gegenseitiges Vertrauen, sowie gemeinsames Kämpfen und Einstehen für eine Sache mit Freude, Spaß und Freundschaft belohnt wird.


Dafür stehen auch heute noch auf unserem Vereinszeichen die 4 Fische.
(Treue, Kameradschaft, Nächstenliebe, Einsatzbereitschaft).

 

Inzwischen sind aber auch viele Männer in unserem Verein aktiv, einem Verein der nicht einfach nur Schwimmen anbietet. Neben den Isarnixen, die zur Legende im Synchronschwimmen geworden sind, finden Sie viele Angebote für Erwachsene wie Aquaball, Aquafitness, ErwachsenenSchwimmkurse und vieles mehr.